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G. Ricordi & Co. München
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Uraufführung: 7.3.1824, Venedig, Teatro La Fenice
Kritische Ausgabe, herausgegeben von Claudio Toscani
Text: Gaetano Rossi
Aladino, Sultan von Damiette (B)
Palmide, seine Tochter (S)
Osmino, Wesir (T)
Alma, Vertraute Palmides (S)
Adriano von Montfort, Großmeister der Rhodiser (T)
Felicia, Nichte Adrianos, in Männerkleidung (Contralto)
Armando von Orville, Rhodiserritter, unter dem Namen Elmireno (S)
Stumme Rolle: Mirva, ein fünfjähriger Knabe
Ballett, Chor, Statisterie
2 Fl (auch Picc), 2 Ob (2. auch E.H.), 2 Klar, 4 Fag, K.Fag, 4 Hr, 4 Trp, 3 Pos, Pkn, Schl (gr. Tr, Bck, Trg), Hrf, Streicher, B.c.; Bühnenmusik: 8 Trp, K.Fag, 3 Pos, 3 kl. Tr, gr. Tr, Bck, 4 RührTr; Banda: Picc, 2 Fl, 2 Ob, kl. Klar in F, 5 Klar, 2 Fag, 4 Hr, 2 KlappenTrp, 6 Trp, 3 Pos, Serpentone, kl. Tr, gr. Tr.
In und bei der ägyptischen Hafenstadt Damiette, um 1250
10 Bilder
I. Akt: An den Stand grenzender Hof im Palast des Sultans, in der Nähe des Hafens
Garten mit Pavillon
Hafen
Ort in den Gärten
Im Palast
II. Akt: Im Palast
Ort in den Gärten
Abgelegener Strand
Kerker
Großer Platz in Damiette
Mit seiner letzten italienischen Oper, deren Hauptrolle Meyerbeer für den berühmten Kastraten Giovanni Battista Velluti schrieb, gelingt dem Komponisten der bislang größte Triumph seiner Laufbahn. Meyerbeer vollzieht in diesem Werk einen für sein späteres Opernschaffen entscheidenden Schritt zur historischen Oper: Die Dramaturgie wird zwar deutlich von einem Privatkonflikt bestimmt, doch ist dieser eingebettet in das historische Geschehen des sechsten Kreuzzugs. Kontrastdramaturgisch nutzt Meyerbeer die Konfrontation zweier Kulturen und Religionen, den Antagonismus von Kreuzrittern und Ägyptern. Zwischen isolierter Nummer und integralem Solo-Chor-Tableau, traditioneller Gesangsvirtuosität und moderner Klangfarbendramaturgie, melodischen Modellen des 18. Jahrhunderts und Antizipation des mittleren Verdi spannt sich der Bogen der Darstellungsmittel, deren Zusammenhang allein durch die prägende Kraft des individuellen Stils geschaffen wird.
Das Autograph ist verschollen. Die kritische Ausgabe basiert auf überlieferten Abschriften (Venedig, Bologna, Boston u.a.).