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G. Ricordi & Co. München
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Uraufführung:
1. Fassung: 16.2.1854, Paris, Opéra Comique
2. Fassung (mit Rezitativen): 19.7.1854, London, Covent Garden
Kritische Ausgabe, herausgegeben von Hugh Macdonald
Text: Eugène Scribe
Péters Michaeloff, Zimmermann (B)
George Skawronski, Tischler und Dorfmusikant (T)
Catherine, seine Schwester (S)
Prascovia, seine Braut (S)
Danilowitz, Zuckerbäcker (T)
Gritzenko, ein Kalmück (B)
Meister Reynolds, Schankwirt (B)
General Tchéréméteff (Spr.)
Oberst Yermoloff (B)
Nathalie und Ekimonna, Marketenderinnen (2 S)
Ismaïloff, ein kosakischer Offizier (T)
2 Arbeiter (T, Spr.)
Chor Statisterie
2 Picc, 2 Fl, 2 Ob, E.H, 2 Klar, 2 Fag, 4 Hr (auch PumpventilHr), 2 Trp (auch PumpventilTrp, auch Pumpventilkornette), 3 Pos, Pkn, Schl (gr. Tr, Bck, Tr, MilitärTr, Tamburin, Trg), 2 Hrf, Streicher
BühnenM auf der Szene: 4 Picc, 4 kl. Klar in F, 5 Pumpventilkornette, 2 PumpventilTrp, 3 BarytonHr, 4 Tr
Hinter der Szene: 2 Fl, 2 kl. Kornette in Es oder PumpventilTrp, 4 Pumpventilkornette, 3 PumpventilTrp, BarytonHr oder T.Pos, Baßtuba oder B.Pos oder Ophikleide, Kontrabaßtuba oder Bombardon oder Ophikleide, MilitärTr, 2 Glocken in D, Kanone
In Finnland und in St. Petersburg, zur Zeit Peters des Großen
3 Bilder
I. Akt: In Finnland, Dorf bei Wiborg
II. Akt: Russisches Heerlager
III. Akt: Vornehmes Zimmer im Zarenpalast in Petersburg
Zar Peter der Große arbeitet incognito unter dem Namen Péters Michaeloff als Zimmermann auf einer Werft. Geschickt wird die Handlung um seine Liebe zu Catherine eingewoben in historisierende Ereignisse bis hin zur Aufdeckung einer Verschwörung gegen den Zaren durch Catherine, die aus Kummer über die vermutete Treulosigkeit des Geliebten den Verstand verliert. Am Zarenhof in St. Petersburg findet das Paar schließlich zusammen. Catherine gesundet, wird Gattin Péters und neue Kaiserin. Die Oper sprengt wegen des aufwendigen musikalischen und szenischen Apparates streckenweise den Rahmen einer Opéra comique und entwickelt sich zu einer extravaganten Grand opéra mit Dialogen. Péters wird als durchweg ambivalenter Charakter dargestellt mit Zügen des volkstümlichen Regenten und sentimentalen Liebhabers wie auch solchen des aufbrausenden Cholerikers. Bemerkenswert ist die Wahnsinnsszene der Catherine: ein zum Tableau ausgeweitetes Rondo mit musikalischen Reminiszenzen aus den beiden ersten Akten, die als Erinnerungsfragmente zu einer Zitatcollage verbunden werden.
Da der Verbleib des Autographs unbekannt ist, fußt die kritische Ausgabe auf der von Brandus 1854 vorgelegten Ausgabe der Partitur.