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G. Ricordi & Co. München
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(1763-1845)
„Schon beim Namen von Mayr verneigen sich alle”
Gaetano Donizetti in einem Brief an Giovanni Simone Mayr
Giovanni Simone Mayr – ursprünglich Johann Simon Mayr - wird am 14. Juni 1763 in Mendorf, Markt Altmannstein (Landkreis Eichstätt) geboren und erhält bereits in früher Kindheit väterlichen Musikunterricht. Auf Grund seiner außerordentlichen musikalischen Begabung bekommt er im Jesuitenkolleg im nahegelegenen Ingolstadt einen Freiplatz. Seit 1777 wirkt er, neben dem Studium von Jura, Theologie, Medizin und Philosophie, bereits als Organist und befasst sich mit Kompositionsstudien.
Ab 1787 arbeitet er auf Geheiß des Freiherrn Thomas von Bassus – ein Mitstifter des Illuminaten-Ordens – als Musiklehrer im Schloss Sandersdorf. Als jener Orden verboten wird, flieht Mayr mit seinem Dienstherren ins schweizerische Poschiavo, ehe er ab 1789 in Bergamo und Venedig seine musikalische Ausbildung, unter anderem bei Ferdinando Bertoni, vollendet. Es folgt eine steile Komponistenkarriere, die neben Oratorien und sakralen Werken etwa 60 Opern hervorbringt. Deren durchschlagende Erfolge an allen großen europäischen Opernhäusern (Mailand, London, Paris, Wien, Lissabon u.a.) machen ihn um 1800 zu einem der berühmtesten Opernkomponisten seiner Zeit.
Mit lukrativen Angeboten suchen ihn nun Opernhäuser aus dem In- und Ausland für sich zu gewinnen. Napoleon Bonaparte, hingerissen von der Aufführung der „Lodoiska“ in Mailand 1805 anlässlich seiner Krönung zum italienischen König, bietet ihm gar die Stelle des Operndirektors in Paris an. Doch Mayr bleibt in seiner neuen Heimat Bergamo sesshaft und hat ab 1802 bis zu seinem Tod 1845 das Amt des Kapellmeisters an der Basilika Santa Maria Maggiore inne. Als der Hochverehrte, den man liebevoll „compá Simone“ (Papa Simon) nennt, stirbt, gibt ihm eine große Trauergemeinde, darunter Giuseppe Verdi und Gioacchino Rossini, das letzte Geleit.
Mayrs Kompositionsstil steht unter dem Einfluss Gluckscher Opere Serie und hat die Mozartsche Melodik verinnerlicht. Diese fortentwickelnd findet zu einem neuen Stil der Italienischen Oper, der die Blüte des Belcanto von Rossini, Bellini und Donizetti andeutet und vorwegnimmt. Dieses neuen Tons und seiner umfangreichen lehrenden Tätigkeit wegen – sein berühmtester Schüler war Gaetano Donizetti – wird er von Zeitgenossen und Nachgeborenen als „Vater der Italienischen Oper“ verehrt. Obwohl sich in seinem Werk ein markanter und zudem musikdramatisch außerordentlich wirkungsvoller Personalstil manifestiert, sieht die historische Rückschau oft nur seine vorbereitende Position. Für das Fortleben seiner Werke erweist sich das als fatal: In den Jahrzehnten nach seinem Tod verblasst Mayrs Ruhm allmählich, seine Werke verschwinden von den Spielplänen.
Mit der Gründung der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft in Ingolstadt im Jahr 1995 beginnt man sich um die Wiederbelebung eines bedeutenden heimischen Kulturguts zu bemühen. Gemeinsam mit Mayrs erstem Verleger, G. Ricordi, startet man 2005 eine fulminante Mayr-Renaissance, die rasch an Fahrt gewinnt: Es gelingt, den bayerisch-italienischen Komponisten wieder mehr ins Blickfeld der Kulturlandschaft zu rücken, und im Lauf der letzten Jahre seine Opern „Fedra“ (Staatstheater Braunschweig), „Medea in Corinto“ (Theater St. Gallen und Staatsoper München) und „Il ritorno d’Ulisse“ (Theater Regensburg) zurück auf die Bühne und Ersteinspielungen zustande zu bringen. Im Herbst 2010 kommt es zu einer konzertanten Aufführung von Mayrs „La Lodoiska“ im Theater Ingolstadt.
In Zusammenarbeit mit der Internationalen Simon-Mayr-Gesellschaft soll in den kommenden Jahren beim G. Ricordi & Co. Bühnen- und Musikverlag (München) die erste wissenschaftlich-kritische Simon-Mayr-Gesamtausgabe entstehen. Sukzessive werden hier sämtliche Werke Simon Mayrs ediert, was je nach Quellenlage ein ziemlich aufwändiges Unterfangen bedeutet.
Als erstes Werk erscheint 2013 die Oper
Medea in Corinto (erschienen)
Nach dem vorläufigen Editionsplan werden danach in zeitlich loser Folge folgende Opern ediert:
Demetrio
Fedra
La Lodoiska
La rosa bianca e la rosa rossa
Il ritorno d’Ulisse
Die ersten vorgesehenen Werke aus Mayrs kirchenmusikalischem Schaffen sind das Oratorium „Samuele” und die sog. „Einsiedeln-Messe” in c-Moll.
Ausstattung der Bände:
Format: 24,5 cm x 34,5 cm (Folio)
Einband: Ganzleinen
Papier: Bio-Offset
Die Subskription der Mayr-Werkausgabe umfasst Partiturbände und Kritische Berichte. Sie ist erhältlich zum Subskriptionspreis. Alle Bände sind auch außerhalb der Subskription zum Einzelverkaufspreis zu beziehen. Klavierauszüge sind in der Subskription nicht enthalten; sie werden im freien Verkauf erhältlich sein.
In der Subskription beträgt der Preis pro Bogen (16 Seiten) 14,00 EUR. Der Subskriptionspreis liegt 15% unter dem endgültigen Einzelverkaufspreis. Sollten sich die allgemeine Wirtschaftslage und damit die Herstellungskosten erheblich ändern, bleibt eine entsprechende Preiskorrektur vorbehalten. Die Subskription verpflichtet zur Abnahme aller Partiturbände und Kritischen Berichte.
Bestellunterlagen für die Subskription der Mayr-Gesamtausgabe finden Sie hier. Drucken Sie das Formular (pdf) bitte aus und senden es ausgefüllt und mit beiden Unterschriften versehen an:
G. Ricordi & Co. Bühnen- und Musikverlag GmbH
Baumkirchner Str. 53a
D-81673 München
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Website: www.simon-mayr.de