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G. Ricordi & Co. München
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Am 7. Juli überträgt BBC Radio3 das Auftragswerk der British Broadcast Corporation, an dem der Londoner Robert Saxton zehn Jahre lang gearbeitet hat. Saxtons "musikdramatischer Mythos für das Radio" wurde von einer literarischen Vorlage des ostdeutschen (jüdischen) Schriftstellers Stefan Heym inspiriert. Dessen "Ahasver" (auf English publiziert unter dem Titel "The Wandering Jew") ist eine politische Satire, die auf einer mittelalterlichen Sage von einem Flickschuster in Jerusalem basiert. Dieser verweigerte Jesus eine Pause, als dieser seinen Leidensweg nach Golgatha beschritt.
Das zweistündige Werk – für Sänger, Schauspieler, gemischten Chor und Orchester – folgt Saxtons eigenem Szenario und ist auch als Bühnenversion vorstellbar. Der Komponist schreibt in seinem Vorwort: "Im Fokus meiner Oper liegt das Aufeinandertreffen des "wandernden Juden" mit Jesus in einem Konzentrationslager der Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkrieges. Sie versöhnen sich – beide sind schließlich "verurteilte" Juden. Jesus segnet die KZ-Insassen (eine Art Geisterchor) und erklärt dem "wandernden Juden", dass er sein Zeuge auf Erden ist. Die Oper umspannt 2000 Jahre – von der Zerstörung des Tempels von Jerusalem durch die Römer im Jahr 70 n.Chr. bis zum Holocaust im 20. Jahrhundert. Neben Versöhnung und Vergebung behandelt die Oper das Wesen von Zeit und Realität. Die sagenhaften Aspekte des Dramas sind psychologisch gesehen 'reeller', beständiger als die historischen Elemente."
Das BBC Symphony Orchestra wird geleitet von André Ridder, weiterhin wirken mit: Teresa Cahill (Sopran) als "Mutter in Cordoba", Hilary Summers (Mezzosopran) als "Wahrsagerin", Roderick Williams (Bariton) als "wandernder Jude", die BBC Singers und viele andere.
Besetzung: Bühnenmusik mit Violine, Klarinette in B, Tamburin;
Orchester: 3 (Picc). 3 (Eh). 3 (in B, Bkl). 3 (Kfg). / 4 (Wtb). 3. 3.1. / Hf. Schlzg. Cel. Pk. / 1. 1. 1. 1. 1.
Ausführliche Informationen: Robert Saxton bei RICORDI...

Der im Jahre 2003 verstorbene japanische Komponist Maki Ishii erlebt derzeit ein Comeback in Paris. Am 11. Juni fand eine Neuinszenierung des Balletts Kaguya-Hime (Die nachtglänzende Prinzessin) in einer Choreographie von Jiří Kylián an der Opéra Bastille statt.
In dem Stück aus dem Jahr 1985 für acht japanische Trommler, sieben Schlagzeuger und vier Gagaku-Instrumente wird das Leben einer Prinzessin geschildert, die aus einer anderen Welt gekommen ist. Der Chorepgraph Jiří Kylián hatte bereits die japanische Uraufführung gestaltet und arbeitete es für die Neuinszenierung an der Opéra National de Paris komplett um. Als Künstler des Skizzenhaften setzt Kylián das Licht geschickt ein und schafft eine irreal-fantastische Welt. Der fließende Tanz, mal sehnsüchtig-langsam und rätselhaft, dann wieder vorangetrieben von den frenetischen Rhythmen der Perkussionisten, vermittelt Stimmungen und Gefühle.
Maki Ishii: Musik,
Jiří Kylián: Choreografie,
Michael Simon: Bühnenbilder und Beleuchtung,
Yoshiki Hishinuma: Kostüme,
Kodo, Ensemble Gagaku und Percussions Ensemble zu Gast,
Michael De Roo: Musikalische Leitung.
Weitere Termine: 14., 18., 24., 27., 30. Juni; 2., 4., 5., 7., 8., 10., 11., 13., 14., 15. Juli