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G. Ricordi & Co. München
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[RICORDI Titelmeldung Januar 2011]
Das Berliner Festival „Ultraschall” entdeckt die Bildende Kunst und geht für einige Konzerte in die Neue Nationalgalerie. Dort kann sich dann der Konzertbesucher außer neuster Musik auch moderne Bilder und Skulpturen zu Gemüte führen.
Am 22. Januar 2011 ist der gebürtige Berliner Ernstalbrecht Stiebler in zwei aufeinander folgenden Konzerten vertreten: Um 18.30 Uhr mit dem Schlagzeugstück " ...im Takt..." (1997) und um 20.00 Uhr mit der Uraufführung einer Auftragskomposition. Der Komponist schreibt zu seinem neuen Ensemblewerk "ton in ton": „’Quasi una passacaglia’ hätte der Untertitel lauten können, wenn das nicht gleich die große Tradition dieser Form bis hin zu Anton Webern herbeizitiert hätte – und doch gäbe es dafür eine Begründung: das Stück entsteht aus einer Tonfolge, die immer vom Bass ausgeht (gleich am Anfang zu hören), die sich dann systematisch erweitert, sowohl Reihenstrukturen wie minimalistische Verfahren variierend. Wiederholung wird zur Basis von Veränderung, nichts Elegantes oder Fesselndes, keine Erzählung, sondern eher ’Musik an sich’.” Für die Uraufführung zeichnet niemand Geringeres als das Ensemble Modern verantwortlich. Die Leitung hat Franck Ollu.
Nähere Informationen unter: www.dradio.de/dkultur/sendungen/ultraschall/1344889
45 Jahre sind seit der Entstehung dieses Werkes vergangen. Nun spielen Studenten der berühmten New Yorker Juillard School of Music "Contradizione" für Kammerorchester von Grazyna Bacewicz (1909-1969). Joel Sachs leitet das New Juilliard Ensemble, das diesen Abend unter das Motto „Musik aus Polen nach 1945“ gestellt hat. Am 22. Januar 2011 in der Alice Tully Hall, Starr Theatre.
„Ich schrieb "Des bonbons, de préférence les verts" – auf Deutsch ’Bonbons, am liebsten grüne’ – als ein Solostück für die Geigerin Elodie Haas, die gerade als artist in residence in Saint-Dié-des-Vosges weilt. Sie war die erste Geigenlehrerin meiner 9jährigen Tochter Leonora, die dieses Stück an diesem Abend vielleicht ebenfalls spielen wird. Es ist also im Schwierigkeitsgrad nicht so hoch – aber dennoch ein kleines zeitgenössisches Stück für Kinder. Darin kommen verschiedene Techniken vor, wie das Spiel sul ponticello, sul tasto, oder das Spielen hinter dem Steg. Alles wird jedoch ’sinnvoll’ hingeführt und es bleibt spielerisch, es soll Spaß machen, wie das Bonbon schlecken...” So die Komponistin Annette Schlünz über "Des bonbons, de préférence les verts" (2010), das in einem Konzert am 29. Januar 2011 in Saint-Dié-des-Vosges uraufgeführt wird.
Im selben Konzert erklingt auch "Goldige Zeiten – Sieben Stücke für Violine solo" nach Malerei, Grafik und Plastik von Jörg Sonntag (1988). Kurz darauf findet in München die Uraufführung von "C'est d'abord la lumière" (2010) statt. Das Duo für Violine und Trompete ist dem Komponisten und langjährigen Kurator der musica viva, Josef Anton Riedl gewidmet. Die Solisten, Nicolaus Richter de Vroe (Violine) und Thomas Kiechle (Trompete), sind Mitglieder des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Datum und Ort: 6. Februar 2011, München, Villa Stuck.
In der Auseinandersetzung mit Kunst, Natur und Musik, Körper, Zeit und Raum entwickelt Olaf Nicolai seit 1997 unterschiedlichste interdisziplinäre Arbeiten. Das neueste, für die Münchner Pinakothek der Moderne entwickelte Projekt ist eine Soundinstallation, in deren Zentrum die menschliche Stimme steht – in ihrer sinnlichen Ausdruckskraft, aber auch in ihrer politischen Dimension. Lieder internationaler zeitgenössischer Komponisten u.a. von Liza Lim, Rolf Riehm, Samir Odeh-Tamimi, die während der zwölf Monate des Jahres 2011 entstehen und politisches Geschehen verarbeiten, fügen sich zu einer gesungenen „Jahreschronik”, die an zwölf Sonntagen live zu erleben ist.
Die Uraufführungen der Lieder werden von den Stuttgarter Vocalsolisten bestritten. Sie finden unangekündigt auf der großen Treppenanlage der Pinakothek der Moderne statt. Dadurch soll – im Gegensatz zum herkömmlichen Konzert – eine unvermittelte, flüchtige Situation entstehen, die Sängern wie Zuhörern eine besondere Erfahrung von Klang und Raum ermöglicht. Der erste Teil findet am 30. Januar statt. Dabei werden u.a. zwei Kompositionen von Rolf Riehm uraufgeführt: Lied Nr. 1 und Nr. 2 aus "Zwei Frauen" für drei Frauenstimmen.
Weitere Termine:
30.1. Mika Vaino, Elliot Sharp, James Saunders, Rolf Riehm
27.2. Georg Katzer, Elliot Sharp, James Saunders
27.3. Georg hatzer, James Saunders, Tony Conrad
17. oder 24.4. (Ostern) Jennifer Walshe, Rolf Riehm, James Saunders
28./29.5. (Nacht) Samir Odeh-Tamimi, Rolf Riehm, James Saunders
26.6. Samir Odeh-Tamimi, James Saunders, Tony Conrad
31.7. Georg Friedrich Haas, Rolf Riehm, James Saunders
28.8. Jennifer Walshe, James Saunders
25.9. Liza Lim, James Saunders
30.10. Georg Friedrich Haas, Liza Lim, James Saunders
27.11. Liza Lim, James Saunders
18.12. Georg Friedrich Haas, Jennifer Walshe, Liza Lim, Rebecca Saunders
Ort: München, Pinakothek der Moderne, Treppe Ost