| Komponisten A-L Zeitgenössische Musik |
| Komponisten M-Z Zeitgenössische Musik |
| Komponisten/Autoren Bühnenwerke |
| Werke nach Gattungen/Genres |
| Werkausgaben |
| Instrumentalschulen und Unterrichtsliteratur |
| Kammeropern |
| Orpheus – der klingende Opernführer |
| Musikbücher, Wissenschaftliche Publikationen |
| Aktuelle Meldungen |
| Neuerscheinungen |
| Aktuelle Porträts |
| Uraufführungen und Premieren |
| Aufführungstermine |
| Meldungen Archiv [Übersicht] |
| 2013 | 05 | Zinsstag |
| Schnellsuche |

© 2010
G. Ricordi & Co. München
Diese Seite befindet sich im Aufbau, daher sind noch nicht alle Inhalte verfügbar.
Für Informationen zu den zeitgenössischen Komponisten bei Ricordi klicken Sie hier.

„Das Klavier löst den ersten Klang aus, der dann mittels verschiedenster Instrumentenkombinationen in alle Register transportiert und ausgehört wird. Dabei nähern sich immer zwei Instrumente einander an: Celesta und Crotales, Crotales und Vibraphon, Vibraphon und Flöte, Flöte und Klarinette und so fort. Die Aktionen kreisen, verändern sich in ihren Dauern, ihren Amplituden, ihren Registern, Klangwege werden wie in einer Choreographie geplant. Dabei spielt die Spiegelachse zwischen den beiden Ensembles (Neues Ensemble Hannover und Ensemble ALEPH Paris) eine Rolle, auf deren Mitte die Flöte positioniert ist. Das Klavier schickt von hinten seine Klänge in beide Richtungen.”
So beschreibt die Komponistin Annette Schlünz die Konzeption von "Blick! Los!" (2011) für sieben Instrumentalisten. Das Stück wurde in Anlehnung an die Kammermusik „mit einem schritt die schritte” (2009) für vier Instrumente geschrieben und entstand im Auftrag des Ensemble ALPEH für Konzerte im Rahmen des deutsch-französischen Austausches mit dem Neuen Ensemble Hannover. Die Uraufführung findet am 2. März im Alten Rathaus in Göttingen statt.
Weitere Aufführungen: 3.3.2011, Hannover (NDR, Kleiner Sendesaal); 5.3.2011, Paris (Théâtre Dunois) F-EA. Interpreten: Das Neue Ensemble, Ensemble Aleph, Leitung: Stephan Meier.
Weitere Informationen: www.musik21niedersachsen.de

„Ich mag die Begriffe Harmonik und Tonsystem nicht. Wenn ich eine Tabelle über die exakte Intonation arabischer Tonleitern auswendig lerne, habe ich über arabische Musik noch nichts begriffen. Musik ist etwas Lebendiges. Regeln und Gesetze sind dazu da, überprüft, überarbeitet, ausgetauscht oder abgeschafft zu werden.”
Dies schrieb der Komponist Enno Poppe über "Speicher I" für großes Ensemble, das im April letzten Jahres in Witten uraufgeführt wurde. Als nächstes hat er nun im Auftrag des Ensemble Modern "Speicher IV" für großes Ensemble komponiert. Die Uraufführung findet am 11. März in Frankfurt statt. Für Enno Poppe steht auch in dieser Komposition die Durchleuchtung der Mikrotonalität im Mittelpunkt. Für ihn war „Speicher I der Anfang eines Prozesses. Auch im Speicher geraten ständig Dinge in Unordnung.” Doch gibt es noch einen weiteren, außermusikalischen Hintergrund. Das Konzert in der Alten Oper findet im Rahmen des vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain initiierten spartenübergreifenden Kooperationsprojekts „Phänomen Expressionismus” statt. Den Kern des Konzertprogramms bilden Auftragskompositionen des Ensemble Modern – kompositorische Auseinandersetzungen mit dem literarischen Expressionismus aus heutiger Sicht. Es dirigiert Lucas Vis.
Nähere Informationen: www.alteoper.de

Die Musik und das Theater: Sie werden bei Heiner Goebbels in enger Verschränkung aus den Gegenständen und persönlichen Konstellationen heraus entwickelt. Sein Name steht für eine Kunst, die nicht zu Hause im Elfenbeinturm ausgedacht wurde. Vielmehr entsteht sie spürbar im ständigen Kontakt mit den hervorragenden Musikern etwa des Ensemble Modern oder des Hilliard Ensemble. In kreativer Zusammenarbeit mit ihnen entstehen faszinierende und tiefgründige Bilder und Ideen. Am 3. März findet im Rahmen der Salzburg Biennale im dortigen Landestheater eine Aufführung von "Schwarz auf Weiß" statt – vielleicht Goebbels’ bisher intensivste Auseinandersetzung mit den darstellerischen Möglichkeiten von Instrumentalisten auf der Bühne. Daher interpretieren es auch immer noch die Musiker, mit denen das Stück gemeinsam entwickelt worden war: Das Ensemble Modern. Die musikalische Leitung hat Heiner Goebbels, Bühne und Beleuchtung stammen von Jean Kalman.
Nähere Informationen: www.salzburgbiennale.at
Am Freitag, 18. März stehen sich im New Yorker Lincoln Center zwei unterschiedliche Ensembles gegenüber – besser: sie vereinen sich zu einem einzigen Ensemble „der anderen Art”: Die London Sinfonetta und das Originalklangensemble Orchestra of the Age of Enlightenment finden sich zusammen, um Heiner Goebbels’ "Songs of Wars I Have Seen" aufzuführen. Bei diesem Bühnenstück, das auf Texten von Gertrude Stein basiert, werden tradierte und historische Instrumente nach genauen Angaben des Komponisten im Raum verteilt und individuell elektrisch verstärkt. Barockmusik wird vom brutalem Staccato von Maschinengewehren zerrissen. Auch bei diesem Stück sind die Musiker nicht einfach Musiker, so werden die gesprochenen Texte ausschließlich von weiblichen Mitgliedern der Ensembles vorgetragen. Des weiteren wird an diesem Abend Goebbels’ "Sampler Suite" interpretiert. Die musikalische Leitung hat Anu Tali, Heiner Goebbels führt Regie und ist Gesprächspartner bei der Einführungsveranstaltung.
Nähere Informationen unter: www.linconcenter.org
„Wer hier nach Eindeutigkeit, nach dramatischer Linearität sucht, wird das Theater frustriert verlassen. Wer sich aber Goebbels’ Sprach- und Klangmeditation über zerstückelte Identität und die Unzulänglichkeit selbst der großartigsten Sprache hingibt, die das Hilliard-Ensemble mit mönchischer Konzentration und einem bewundernswerten Gespür für die komischen Untiefen der Inszenierung ausagiert, der erkennt, wie überaus gelungen ein Abend sein kann, an dem es vordergründig nur ums Versagen geht.” Dies schrieb die Süddeutsche Zeitung anlässlich der Uraufführung von "I Went To The House But Did Not Enter" (2007/08) in Edinburgh am 28.8. 2008. Der Tagesspiegel zeigte sich bei der deutschen Erstaufführung im November 2008 ebenfalls begeistert: „Frage keiner, was das Hilliard-Männerquartett da treibt. Der Gesang mutet atonal an, strahlt aber gefährliche, unerklärliche Harmonie ab. Eliot, Blanchot, Kafka, Beckett. Man könnte denken, dass hier literarische Schwergewichte szenisch-musikalisch gewogen werden. Aber Heiner Goebbels und das Hilliard Ensemble leisten sich keine Interpretation. Sie finden einen beinah kindlichen Genuss am Abheben, Gleiten, Sich-fallen-Lassen. In diesem Monat erfährt dieses „Staged Concert” für Männerstimmen Aufführungen in zwei südkoreanischen Städten. In der Hauptstadt Seoul am 26. und 27. März (LG Arts Center) und am 31.3. und 1.4. in Tongyeong (Tongyeong International Music Festival; Arts Center). Ausführende sind das Hilliard Ensemble – für sie und mit ihnen ist das Stück entstanden – Licht und Bühne: Klaus Grünberg; Kostüme: Florence von Gerkan; Klangregie: Willi Bopp.
Einen selbständigen Auszug aus "I Went To The House But Did Not Enter" stellt das Stück "Worstward HO" (2008) auf den gleichnamigen Text von Samuel Beckett dar. In Brüssel, im Kulturzentrum Flagey, ist "Worstward HO" am 26. März mit dem Vokalensemble Bl!ndman Vox zu erleben.
Infos unter: www.flagey.be
Die Titel gebende Vorlage von Rolf Riehms "Au bord d’une source" (2007) stellt – für ein Blockflötenkonzert sicher überraschend – ein Bravourstück aus der romantischen Klavierliteratur dar. "Au bord d’une source" ist das vierte Stück aus den "Années de Pèlerinage" von Franz Liszt. Durch fragmentarische CD-Zuspielungen dieses Klavierstücks und anderer Fundstücke aus der europäischen Kulturgeschichte (darunter das von der dänischen Dichterin Inger Christensen vorgetragene Gedicht "alfabet") wird in Verbindung mit der ungewöhnlichen Konstellation, die hier Soloinstrument, Raumensemble und Orchester miteinander eingehen, ein denkbar weiter Assoziations- und Klangraum voller faszinierender Wechselspiele eröffnet. Um diesen mit wachen Ohren zu durchwandern gibt es nach Aufführungen in Stuttgart und Berlin nun am 25. März 2011 in Frankfurt am Main erneut Gelegenheit. Dort wird Jeremias Schwarzer, der Widmungsträger des Werkes, den Solopart darbieten, es spielt das hr-Sinfonieorchester unter der Leitung von Sian Edwards.
„Ich sehe einen Menschen sitzen, an einen Rollstuhl gefesselt, an Apparate angeschlossen, freundlichst den Betrachter anlächelnd, vor der Reproduktion eines Himmelsgewölbes, und es hat mich selten eine Fotografie derartig in den Bann geschlagen wie dieses Bild,” schreibt der Komponist Rolf Riehm über die Inspirationsquelle für sein halbstündiges Ensemblestück "HAWKING", das am 28. März 2011 im kalifornischen Culver City erstmals in den USA zur Aufführung gelangt. In dem Stück für Klavier, große Trommel und sechs Instrumentalisten setzte Riehm seine Eindrücke vom Foto des Physikers Steven Hawking kompositorisch um.
„Das Werk stellt ein musikalisches Resümee der vergangenen zwei Jahrzehnte dar, im handwerklichen wie auch im emotionalen Sinne; das erklingende Material unterliegt einer sehr strengen dramaturgischen Konzeption.” Vor diesem Hintergrund ist es folgerichtig, dass Róbert Wittingers neues Streichquartett ein Kompositionsauftrag der Stadt Bensheim ist, der Stadt, in der Wittinger seit über zwanzig Jahren lebt. Die Uraufführung des „Quartetto per archi“ no. 5, op. 67 wird gestaltet vom Casal Quartett und findet statt am Freitag, 18.3.2011 im Parktheater Bensheim, Beginn ist um 19 Uhr.