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Meldungen aktuell

Meldungen April 2012

• Hommage an John Cage von Ali N. Askin – Uraufführung des Klavierkonzerts "What Can We Say But Yes" in Ulm

• Wider die Vermessung des Menschen – Uraufführung des Musiktheaters "IQ" von Enno Poppe und Marcel Beyer bei den Schwetzinger Festspielen

• Musik, geboren aus sprachlicher Gestalt: "Peter Kien Eine akustische Maske" von Emmanuel Nunes – Uraufführung bei den Wittener Tage für Neue Kammermusik

• Heiner Goebbels erhält den International Ibsen Award 2012 – Deutsche Erstaufführung von "Songs of Wars I Have Seen" in München

• „In den Rhythmen des Ozeans” – Gerhard Stäbler und Kunsu Shim komponieren für das Tanztheater

• Türkische Erstaufführungen für Samir Odeh-Tamimi – Portraitkonzert mit dem Hezarfen-Ensemble in der Istanbuler Villa Tarabya

Hommage an John Cage von Ali N. Askin

Uraufführung des Klavierkonzerts What Can We Say But Yes in Ulm

Der als Sohn türkischer Einwanderer 1962 in München geborene und heute in Berlin lebende Ali N. Askin ist einer der vielseitigsten Komponisten seiner Generation. Bekannt wurde er durch seine zahlreichen Kompositionen für den Konzertsaal (darunter bei Ricordi verlegte Werke für Schlagzeugensemble), für Theater, Film und Fernsehen. Immer wieder bewegte er sich auch in den Sphären von Rock, Jazz und Clubmusik, bediente sich dabei der Remix- und Sampling-Verfahren. Zudem arbeitete er eng mit den Komponisten Heiner Goebbels und Frank Zappa zusammen, deren Werke er teilweise für die Aufführungen des Ensemble Modern arrangierte.

Zuletzt erregte seine 2011 in Wuppertal uraufgeführte, abendfüllende Kammeroper "insan. inşaat. istanbul" [Mensch. Baustelle. Istanbul] Aufmerksamkeit. Nach seinem für das Ensemble Resonanz zur Eröffnung des Hamburger Kaispeichers komponierten "Iterations"(2005) für im Raum verteilte Streichergruppen wandte sich Askin nun seiner zweiten großen Komposition für Kammerorchester zu: "What Can We Say But Yes" für präpariertes Klavier, Streicher und Schlagzeug entstand im Auftrag der Stadt Ulm für das European Music Project und sein diesjähriges Festival „John Cage 100”, das vom 26. bis 29. April im Stadthaus ausgerichtet wird.

Askin über seine neue Komposition: „Die Präparation des Klaviers basiert auf John Cages berühmten 'Sonatas and Interludes' aus dem Jahre 1948. Dies und die Tatsache, dass es sich bei dem Titel um ein Zitat von Cage handelt, sind die einzigen direkten Verbindungen zwischen meinem Werk und dem Schaffen dieser für das 20. Jahrhundert so bedeutenden Künstlerfigur. Mich interessierte die Frage, was mir als Komponist – der im Jahre 2012 halb so alt geworden ist, wie John Cage es geworden wäre – zu den 'vorgefundenen' Klängen dieses präparierten Klaviers (im Zusammenhang mit dem Ensemble) einfallen würde, und wie ich sie in meine eigene Klangwelt verpflanzen könnte. Vielleicht auch ein wenig im Sinne jener „objet trouvés“, wie sie Cages Freund und Geistesverwandter Marcel Duchamp in seinen Ready-Mades verwendet hatte.”

Für die Uraufführung von "What Can We Say But Yes" im Stadthaus Ulm wird am 27. April der Pianist Antonis Anissegos und  die Deutsche Kammerakademie Neuss unter der Leitung von Chatschatur Kanajan sorgen.

Ali N. Askin
What Can We Say But Yes (2012)
für präpariertes Klavier, 17 Streicher und drei Schlagzeuger
UA: Ulm, 27. April 2012 / Dauer: 30 min.
Sy. 4290 Part. / Sti.

Wider die Vermessung des Menschen

Uraufführung des Musiktheaters IQ von Enno Poppe und Marcel Beyer bei den Schwetzinger Festspielen

Am 27. April ist es soweit: Die inzwischen dritte gemeinsame Arbeit für das Musiktheater (nach "Interzone" und "Arbeit Nahrung Wohnung") von Enno Poppe und Marcel Beyer erblickt das Licht der Bühnenwelt. "IQ. Eine Testbatterie in acht Akten"wird als Koproduktion mit dem Theater Basel, dem ZKM Karlsruhe und dem SWR die diesjährigen Schwetzinger Festspiele eröffnen. Zwei weitere Aufführungen im Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses sind für den 29. und 30. April angesetzt.

In den acht Akten von IQ wird auf je unterschiedliche Weise die Situation eines Intelligenztests realisiert, dem verschiedene Probanden sich (allmählich der Testlogik immer widerstrebender) unterziehen. Im Pressetext der Schwetzinger Festpiele heißt es: „Der Autor Marcel Beyer spürt seit langem den Konditionierungsprozeduren am Menschen nach, zeigt uns, wie dieser bereits im Mutterleib von sprachlichen Rauschzeichen aus dem Messinstrumentarium attackiert wird. [...] Aus Stimmen von ausmessenden Testern und ausgemessenen Probanden fügt er das Textbuch zu IQ zusammen. Darin mutieren Instrumentalisten wie Publikum zu integralen Bestandteilen eines hermetischen Versuchssystems, dessen Glücksanspruch eine Testerin auf die traurige Formel bringt, dass „mir meine Tage am Testgenerator doch die allerliebsten Tage“ sind. Enno Poppes Klangwelt, in all seinen Werken interessiert an der Dialektik von Zahl und Zufall, Kontrolle und Zerfall, Technik und Freiheit, entsteht aus dem Zusammenwirken aller Kräfte: Anna Viebrocks Regie, ausgerichtet auf „die Frage nach jener anonymen Instanz, die den Standard setzt”, ist – Raum und Licht eingeschlossen – bereits Teil des kompositorischen Prozesses.”

Für die Produktion konnte ein in jeder Hinsicht durch zahlreiche frühere gemeinsame Projekte bestens aufeinander eingespieltes „Dream Team” gewonnen werden. Die Solorollen werden von Anna Hauf (Sopran), Rosemary Hardy (Sopran), Omar Ebrahim (Bariton), Katja Kolm (Schauspielerin) und Ernst Surberg (Keyboarder, Schauspieler) gestaltet; integriert ins Bühnengeschehen spielt das Klangforum Wien unter der Leitung des Komponisten. Bühnenbild und Inszenierung stammen wie schon in "Arbeit Nahrung Wohnung" von Anna Viebrock, das Lichtdesign von Gerd Meier. Für die Audio Software zeichnet Wolfgang Heiniger verantwortlich.

Enno Poppe
IQ (2011-12) – Eine Testbatterie in acht Akten 
für sechs Solisten, Kammerensemble und Elektronik
Text. Marcel Beyer
Soli: Testerin (Schauspielerin), Testleiterin (Sopran), Probandin (Sopran), Proband (Bariton), Assistent 1 (Schauspieler, Keyboard), Assistent 2 (Schauspieler, Schlagzeug)
2 Kl (Bkl. 2 Kbkl). Asax (Barsax). Hr (Wtb). Trp. Schlzg. Akk. / Streicher: 1. 1. 1. 1. 1. / Live-Elektronik
UA: Schwetzingen, 27. April 2012 / Dauer: abendfüllend
Sy. 3994 Part. / Sti. / Live-El.

Musik, geboren aus sprachlicher Gestalt: Peter Kien – Eine akustische Maske von Emmanuel Nunes

Uraufführung bei den Wittener Tage für Neue Kammermusik

Der Titel der neuen Komposition von Emmanuel Nunes "Peter Kien Eine akustische Maske" geht eines Teils auf die gleichnamige Hauptfigur aus Elias Canettis erstem Roman Die Blendung (1931/32), anderen Teils auf Canettis im Jahr 1937 formulierte Theorie der akustischen Maske zurück.

Die „sprachliche Gestalt eines Menschen, das Gleichbleibende seines Sprechens, diese Sprache, die mit ihm entstanden ist, die er für sich allein hat, die nur mit ihm vergehen wird, nenne ich seine akustische Maske” (Elias Canetti, zitiert nach: Manfred Durzak, Gespräch über den Roman Die Blendung). Die Besonderheit des Sprechens des Peter Kien, in Canettis Roman „größter lebender Sinologe” und manischer Büchersammler, der durch die Ehe mit seiner Haushälterin Therese Krummholz mit der Gemeinheit des Lebens konfrontiert wird und dem Irrsinn verfällt, um sich schließlich in einer Art Autodafé samt seiner Bücher zu verbrennen, wird in Nunes’ viersätzigem Werk zur Grundlage aller musikalischen Strukturen und Klänge. Sprachaufnahmen einzelner Monologe des Peter Kien wurden von Nunes einer gründlichen Analyse unterzogen und kompositorisch neu umgesetzt.

"Peter Kien – Eine akustische Maske" für sechzehn Instrumentalisten und Live-Elektronik erster Teil eines geplanten abendfüllenden Ensemblezyklus’ zu verschiedenen Charakteren bzw. „akustischen Masken” aus Die Blendung – wird am 29. April im Rahmen der Wittener Tage für Neue Kammermusik vom Collegium Novum Zürich unter der Leitung von Titus Engel im Theatersaal Witten uraufgeführt werden. Die Live-Elektronik für dieses Werk wurde am Experimentalstudio des SWR Freiburg erarbeitet, dessen Mitarbeiter Reinhold Braig in Witten für die Klangregie sorgen wird. Am 14. Mai erfolgt mit derselben Besetzung in der Tonhalle Zürich die Schweizer Erstaufführung des Werks.

Emmanuel Nunes
Peter Kien – Eine akustische Maske (2011/12)
1. Einsichten; 2. An die Bücher; 3. Die Erstarrung; 4. Irrfahrt
für sechzehn Instrumentalisten und Live-Elektronik
UA: Witten, 29.4.2012 / Dauer: ca. 20 min.
Sy. 4183 Part. / Sti. / Live-El.

Literaturhinweis:
Elias Canetti: Die Blendung, Roman. Hanser, München 1992, ISBN 3-446-17017-0 (Gesammelte Werke, Band 1)

Heiner Goebbels erhält den International Ibsen Award 2012

Deutsche Erstaufführung von "Songs of Wars I Have Seen" in München

Heiner Goebbels, seit gut zwanzig Jahren mit Werken für Bühne und Konzertsaal im Katalog von G. Ricordi & Co. München vertreten, wird als „eine große kreative Persönlichkeit unserer Zeit, die der Welt des Theaters neue künstlerische Dimensionen eröffnet hat” mit dem Internationalen Ibsen-Preis (dotiert mit 330.000 Euro) ausgezeichnet. Preisträger der letzten Jahre waren unter anderem Peter Brook, Ariane Mnouchkine and Jon Fosse. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Internationalen Ibsen Festivals in Oslo (23.8.-9.9.2012) statt.

In der Jurybegründung heißt es weiter, Goebbels „zeichne verantwortlich für einen erstaunlichen Corpus von Werken in den verschiedensten Disziplinen und übte damit einen wichtigen Einfluss auf Theaterschaffende und Musiker aus. Sein theatrales Schaffen reicht von großformatigen Werken für das Opernhaus bis hin zur Theaterinstallation ohne Schauspieler. Jedes Werk ist in Charakter und Form von Grund auf unterschiedlich und im wahrsten Sinne bahnbrechend. Er ist ein wahrer Innovator, seine Werke entziehen sich allen konventionellen Definitionen. Er hat das Verhältnis von Theater und Musik erforscht und erweitert und dabei die Elemente des Theaters auf eine Weise weiterentwickelt, dass sich immer wieder neue Einsichten und Möglichkeiten eröffneten. Somit erfüllt er den fundamentalen Sinn des Theaters, unsere Selbst- und Welterfahrung zu erweitern. Darüber hinaus leistete er Pionierarbeit auf dem Gebiet des Einsatzes technologischer Mittel auf der Bühne.”

Viele der genannten Qualitäten zeichnen auch Heiner Goebbels’ Werke im Münchner Ricordi-Verlag aus, so etwa die abendfüllenden Musiktheaterwerke "Schwarz auf Weiß", "Landschaft mit entfernten Verwandten" oder "I went to the house but did not enter", die gemeinsam mit den vielseitigen Musikern des Ensemble Modern bzw. des Hilliard Ensembles entwickelt und realisiert wurden. Darüber hinaus entstanden für den Ricordi-Katalog in den letzten Jahren Werke, die von Goebbels als „inszenierte Konzerte” bezeichnet werden, so das für die London Sinfonietta und das Orchestra of the Age of Enlightenment komponierte "Songs of Wars I Have Seen" nach Texten von Gertrude Stein.

Eine Neuproduktion von "Songs of Wars I Have Seen" unter der Regie von Heiner Goebbels wird am 23. und 24. Mai als deutsche Erstaufführung in den Münchner Kammerspielen zu erleben sein. Auf der Bühne stehen die (auch schauspielerisch agierenden) Musikerinnen und die Musiker des Münchener Kammerorchester unter der Leitung von Alexander Liebreich. Weiter Kammerorchesterwerke von Goebbels und die "Fünf Orchesterstücke" von Hanns Eisler ergänzen das Programm.

Im Juni ist Goebbels dann als composer-in-residence beim Third Ear / Cultural Olympiad Festival in Birmingham zu Gast. In einer englischen Erstaufführung steht dort unter anderem ein weiteres inszeniertes Konzert auf dem Programm: "Walden" (1998/2008) nach Texten des amerikanischen Transzendentalisten Henry David Thoreau in der Fassung für Ensemble mit Sprecher, die seit einigen Jahren mit dem holländischen Ensemble Klang auf Tournee ist.

Heiner Goebbels, der am 17. August dieses Jahres seinen 60. Geburtstag feiern wird, ist derzeit künstlerischer Leiter des Festivals Ruhrtriennale (bis 2014), das dieses ahr vom 17. August bis zum 30. September stattfinden wird.

Weitere Informationen:

www.heinergoebbels.com
www.ruhrtriennale.de
www.internationalibsenaward.com

„In den Rhythmen des Ozeans” – Gerhard Stäbler und Kunsu Shim komponieren für das Tanztheater

Uraufführung des Ensembletanzstücks "The Drift" von Helge Letonja in Ludwigshafen, weitere Aufführungen in Bremen und Catania

Unter dem Titel "The Drift" haben die beiden Komponisten Gerhard Stäbler und Kunsu Shim im Auftrag von steptext dance project Bremen und Montréal Danse ein etwa sechzigminütiges neues Werk für Kammerensemble mit elektronischen Zuspielungen und Video vorgelegt, das am 4. April 2012 im Pfalzbau in Ludwigshafen seine Uraufführung erleben wird, um dann an acht weiteren Abend in Bremen (zwischen 12.4. und 22.4.) und Catania (28./29.4.) präsentiert zu werden. Die Gesamtkonzeption und Choreographie stammt von Helge Letonja, es spielt das Rheinlandpfälzische JugendEnsemble Neue Musik unter der Leitung von Walter Reiter, das Video-Bühnenbild stammt von Kyungwoo Chun.

Aus der Projektbeschreibung von The Drift: „Der Ozean, vielschichtige Sehnsuchtsmetapher mit organischem Eigenleben, ist für Helge Letonjas neues Ensembletanzstück THE DRIFT zugleich Sinnbild und ästhetische Referenz. In dieser zweiten Produktion seiner Trilogie DisPLACING Future setzt der Choreograf seine Arbeit zu den Themen Migration und Wanderungen fort: Die Weltmeere trennen und verbinden verlassene Heimaten und ersehnte Ufer. Hier verlieren sich die Spuren Jener, die ihr Ziel nicht erreicht haben. THE DRIFT erkundet ihre Suche, fragt nach ihrem Antrieb, birgt ihre Geschichten in den Rhythmen des Ozeans. Schwarmverhalten, Strömungen und Turbulenzen werden zu Parametern des Tanzes, der dort beginnt, wo das Individuelle dem Universellen begegnet. Die Choreografie und die von den renommierten zeitgenössischen Komponisten Gerhard Stäbler und Kunsu Shim eigens geschaffene Musik entwerfen ein motivisches Wechselspiel von Sturm und Stille, Auftrieb und Untergang, Sog und Widerstand. Der Schwarm der Tanzenden pulsiert, nimmt auf, stößt ab, teilt oder sammelt sich. Resonanzen driften zwischen Körpern, Videobildern und den Klängen des live im Bühnenraum spielenden Orchesters. International besetzt mit fünf Tänzer/innen von steptext dance project Bremen und Montréal Danse blickt THE DRIFT auf Dynamiken in einer elementaren Gemeinschaft, auf Bewegungen als Triebkraft des Wandels, auf den Ozean als Erinnerungsspeicher und auf das Leben, das größer ist als wir.”

Choreografie: Helge Letonja l Tanz: Blenard Azizaj, Konan Dayot, Rachel Harris, I-Fen Lin, Peter Trosztmer l Komposition: Kunsu Shim, Gerhard Stäbler l Video: Kyungwoo Chun l Dramaturgie: Kathy Casey, Anke Euler l Kostüm-/Bühnenbild: Jules Hepp l Musiker: JugendEnsembleNeueMusik Rheinland-Pfalz/Saarland l Dirigent: Walter Reiter l Lichtdesign: Laurent Schneegans.

Weitere Informationen: www.steptext.de

Türkische Erstaufführungen für Samir Odeh-Tamimi

Portraitkonzert mit dem Hezarfen-Ensemble in der Istanbuler Villa Tarabya

Seit einiger Zeit gibt es mit der Villa Tarabya am Bosporus einen Ort, an welchem der kulturelle Austausch zwischen der Türkei und Deutschland gepflegt werden soll. Das Goethe-Institut in Istanbul lädt nun am 25. April zu einem Portraitkonzert von Samir Odeh-Tamimi in diese historischen Räumlichkeiten. Das türkische Hezarfen-Ensemble unter seinem künstlerischen Leiter Ulrich Mertin wird erstmals in der Türkei vier Kompositionen von Odeh-Tamimi zur Aufführung bringen: "Anín" (1999) für acht Instrumentalisten, "Jabsurr" (2009) für Violoncello und Klavier, "Ahinnu II" (2002) und "Philaki" (2009) für jeweils für sieben Instrumentalisten.

Das am MIAM Center for Advanced Studies of Music der Technischen Universität beheimatete Hezarfen-Ensemble verfolgt das Konzept „eines unabhängigen, auf demokratischer Basis organisierten Ensembles für zeitgenössische Kunst, Musik und interkulturelle Projekte” und ist damit ein Pionierprojekt, „das an einer Schnittstelle zwischen ‚morgenländischer’ und ‚abendländischer’ Kunst- und Musiktradition reizvolle Möglichkeiten bietet, diese Kulturen zu verbinden”, so Ulrich Mertin. Spätestens seit seinem halbjährigen Aufenthalt in Istanbul im Rahmen des „into”-Projekts des Ensemble Modern 2008 verbindet Samir Odeh-Tamimi eine enge Beziehung mit dieser Stadt, deren Stadteil Cihangir einem seiner Ensemblewerke den Titel verlieh.

Weitere Informationen: www.hezarfenensemble.com

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