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Zweite Veröffentlichung in der Meyerbeer-Werkausgabe:

Skizze des Bühnenbildners Philippe Chaperon für die letzte Inszenierung von “Le Prophète” an der Grand Opéra, Palais Garnier 1897 (Paris: Bibliothèque-musée de l’Opéra). Die Skizze zeigt das Schlußbild der Oper: den Untergang der Anabaptisten in der von Jean selbst ausgelösten Explosion seines Palastes.
Skizze des Bühnenbildners Philippe Chaperon für die letzte Inszenierung von “Le Prophète” an der Grand Opéra, Palais Garnier 1897. Die Skizze zeigt das Schlußbild der Oper: den Untergang der Anabaptisten in der von Jean selbst ausgelösten Explosion seines Palastes.

Giacomo Meyerbeer: "Le Prophète". Opéra en cinq actes

Mit "Le Prophète" greifen Scribe und Meyerbeer – wie schon in "Les Huguenots" – erneut zu einem religionsgeschichtlichen Stoff: der Wiedertäuferbewegung des 16. Jahrhunderts. Der von Sektierern und Eiferern entfachte Konflikt bietet dem Dramatiker die Möglichkeit für Massenszenen und groß angelegte Chöre. Die Personen der Handlung geben Anlass zu zeitkritischen Parallelen: heuchlerische Verführer, der falsche Prophet, die zügellosen Gesellen, die man die Sozialisten des 16. Jahrhunderts nennt, reaktionäre Fürsten, feile Spitzel und das entmündigte Volk. Neue Wege beschreitet Meyerbeer in der Instrumentation: So intonieren im V. Akt dreifach geteilte Kontrabässe dissonante Akkorde, die wie ein drohendes, diffuses Geräusch wirken. Ein formales Großkonzept verzahnt heterogene Strukturen und schafft abseits von tradierter Nummernfolge ausladende Spannungsbögen. Höhepunkt der Tableaukomposition ist die Domszene im IV. Akt: Mittels einer multiperspektivischen musikalischen Montage gelingt Meyerbeer eine einzigartige Durchdringung von spectacle und drame.

Im Rahmen der Giacomo-Meyerbeer-Werkausgabe liegen nun Partitur (4 Bände und kritischer Bericht) und Klavierauszug vor. Die kritische Ausgabe basiert auf dem Autograph und dem Erstdruck sowie autographen Materialien (Kraków und Paris). Hinzu kommen Fragmente und Werkteile, die in der Bibliothèque de l'Opéra Paris aufgefunden wurden und hier erstmals veröffentlicht werden.

Giacomo Meyerbeer Werkausgabe, Abteilung 1 (Bühnenwerke), Band 14:

Le Prophète. Opéra en cinq actes.

Herausgegeben von Matthias Brzoska. Unter Mitarbeit von Andreas Jacob und Fabien Guilloux

Folgende Ausgaben des Werks sind erhältlich:

Komplett (Partitur, Supplement, krit. Bericht, Klavierauszug; 7 Bde.)
Sy. 5602-kpl
2.936,00,00 € (inkl. MwSt.)
Subskriptionspreis: 2.496,00 €

Partitur (inkl. Supplement und krit. Bericht; 5 Bde.)
Sy. 5602/01
2.325,00 € (inkl. MwSt.)
Subskriptionspreis: 1.976,00 €

Klavierauszug
Sy. 5602/03
612,00 € (inkl. MwSt.)
Subskriptionspreis: 520,00 €

Kritischer Bericht
Sy. 5602-KB
141,00 € (inkl. MwSt.)

Subskription

Die Subskription der Meyerbeer-Werkausgabe ist noch möglich. Details dazu hier…

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Werbeschreibung

Skizze des Bühnenbildners Philippe Chaperon für die letzte Inszenierung von “Le Prophète” an der Grand Opéra, Palais Garnier 1897 (Paris: Bibliothèque-musée de l’Opéra).
Skizze des Bühnenbildners Philippe Chaperon für die letzte Inszenierung von “Le Prophète” an der Grand Opéra, Palais Garnier 1897 (Paris: Bibliothèque-musée de l’Opéra). Die Skizze zeigt das Schlußbild der Oper: den Untergang der Anabaptisten in der von Jean selbst ausgelösten Explosion seines Palastes. Der selbstinszenierte Untergang wird zum Mittel kathartischer Reinigung, durch den Jean nicht nur sich selbst, sondern die Schuldigen aller am historischen Konflikt beteiligten Parteien, sowohl die Anabaptisten wir auch die katholischen Truppen des Kaisers, ihrer gerechten Strafe zuführt. Die Skizze zeigt den Moment unmittelbar nach der Explosion inmitten von Jeans Trinklied (Couplets bacchiques, Klavierauszug Bd. 2, S. 791): Jean wankt, den Pokal noch in der Hand, aus der Bildmitte hinter dem zusammengebrochenen Tisch nach links vorne, während sich rechts hinten seine Mutter Fidès durch die Trümmer ihren Weg zu ihm bahnt, um mit ihm in die letzte Strophe des Trinkliedes einzufallen, welche die religiöse Quintessenz des Werkes formuliert “Viens, divine flamme, vers Dieu qui nous réclame, viens porter notre âme libre de ses erreurs” (Komm göttliche Flamme und führe unsere Seele, gereinigt von unseren Sünden zu Gott.”

Le Prophète. Opéra en cinq actes

Text: Eugène Scribe und Emile Deschamps

Uraufführung: 16.4.1849, Paris, Opéra

Personen

Jean de Leyde (T)
Zacharie (B)
Jonas (T)
Mathisen (B)
Graf von Oberthal (B)
2 Bauern (T, B)
ein Soldat (T)
4 Bürger (2 T, 2 B)
Fidès (Mez oder A)
Berthe (S)
2 Chorknaben (Knaben S, A)
2 Bäuerinnen (S, Mez)
4 Wiedertäufer (T, 3 B)
2 Offiziere (T, B)

Ballett / Chor / Statisterie

Orchesterbesetzung

Picc, 2 Fl, 2 Ob, E.H., 2 Klar, B.Klar, 4 Fag, 4 Hr, 2 PumpventilHr, 4 Trp (2. auch PumpventilTrp), 3 Pos, Ophikleide, 4 Pkn, Schl (gr. Tr, Bck, Trg, Tamtam, MilitärTr), 4 Hrf, Streicher
BühnenM hinter d. Szene: Klar, 4 Trp, 4 MilitärTr, Org (4händig); auf d. Szene: 2 kl. Kornette in Es, 4 Altkornette in Es, 2 DrehventilHr oder PumpventilHr, 2 DrehventilTrp oder Trp, 4 TenorHr oder DrehventilHr oder PumpventilHr, 2 BarytonHr oder Pos, 4 Baßtuba oder Ophikleiden, 2 Kontrabasstuba oder Bombardons, 4 MilitärTr, Glöckchen in A, Klangstein, Klapper

Ort und Zeit der Handlung

In den Niederlanden und in Münster, 1534-1535

9 Bilder

I. Akt: Ländliche Gegend in der Nähe von Dordrecht
II. Akt:  Jeans Schenke in einer Vorstadt von Leyden
III. Akt: Lager der Wiedertäufer vor Münster / Zacharies Zelt / Lager der Wiedertäufer
IV. Akt: Marktplatz in Münster / Dom von Münster
V. Akt: Unterirdische Gewölbe im Stadtpalast von Münster / Saal im Stadtpalast


Mit der Wiedertäuferbewegung des 16. Jahrhunderts entscheiden sich Scribe und Meyerbeer erneut für einen religionsgeschichtlichen Stoff: einen Konflikt, der von Sektierern und Eiferern entfacht wird und der dem Dramatiker die Möglichkeit für Massenszenen und groß angelegte Chöre bietet. Die Personen der Handlung geben Anlaß zu zeitkritischen Parallelen: heuchlerische Verführer, der falsche Prophet, die zügellosen Gesellen, die man die Sozialisten des 16. Jahrhunderts nennt, reaktionäre Fürsten, feile Spitzel und das entmündigte Volk. Neue Wege beschreitet Meyerbeer auch hier in der Instrumentation: So intonieren im V. Akt dreifach geteilte Kontrabässe dissonante Akkorde, die wie ein drohendes, diffuses Geräusch wirken. Ein formales Großkonzept verzahnt heterogene Strukturen und schafft abseits von tradierter Nummernfolge ausladende Spannungsbögen. Höhepunkt der Tableaukomposition ist die Domszene im IV. Akt: In einem groß dimensionierten Bühnen- und Klangraum wird vermittels einer multiperspektivischen musikalischen Montagetechnik eine unerreichte Durchdringung von spectacle und drame theatralisch konkretisiert.

Die kritische Ausgabe basiert auf dem Autograph und dem Erstdruck sowie autographen Materialien (Kraków und Paris). Hinzu kommen Fragmente und Werkteile, die in der Bibliothèque de l'Opéra Paris aufgefunden wurden und hier erstmals veröffentlicht werden.


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