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Stefan Pohlit

Biografie

*21.8.1976 Heidelberg

Stefan Pohlit studierte Komposition und Musiktheorie in Saarbrücken, Basel, Lyon, und Karlsruhe, zuletzt vor allem bei Wolfgang Rihm, Sandeep Bhagwati und Peter-Michael Riehm. Seit 1999 beschäftigte er sich immer intensiver mit den Musiken des Nahen Ostens, lernte Arabisch und Türkisch und verbrachte viele Jahre im Vorderen Orient. 2008 erarbeitete er am Staatlichen Konservatorium Ankara in der selten vergebenen Position eines „ausländischen Experten“ ein neues Ausbildungsprogramm in Neuer Musik. 2011 promovierte er am Musikfoschungszentrum MİAM der Technischen Universität Istanbul mit einer Forschungsarbeit über das Stimmungs-System des französischen Qānūn-Virtuosen Julien Jalâl Ed-Dine Weiss.

In der mikrotonalen Tonsprache seiner Werke erforscht Pohlit komplexe harmonische Beziehungen, in denen er die Erweiterung eines emotionalen Tonempfindens anstrebt. Die Intervall-Proportionen weisen dabei auf innere, seelisch erfassbare Tonräume hin und werden in grossformalen Spannungsprozessen durch eine logische Dramaturgie geführt. In dieser Arbeit kombiniert Pohlit Erkenntnisse aus dem Studium außereuropäischer Musikkulturen mit einer Besinnung auf die harmonikale Grundlagenforschung Hans Kaysers.

Er lebt auf der Insel Büyükada vor der Küste Istanbuls.

Stipendien und Preise:

Förderpreis des Deutschen Komponisten-Interessenverbands, 1993
Künstlerisches Forschungsstipendium des Kultusministeriums Rheinland-Pfalz, 1996
Stipendium der Landesstiftung und der Landesgraduiertenstiftung Baden-Württemberg 2003/04, 2005
Stipendium der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR, 2002 und 2005
Stipendium des DAAD, 2007/08
Sonderpreis des Workshops für Orchesterkomposition des RSO Stuttgart des SWR, 2009.

Website: www.stefanpohlit.com


Werke

Pohlit, Stefan

And the Wall Fell Down [Und die Mauern fielen] (2008)
für neun Instrumentalisten mit elektronischer Verstärkung ad lib.
2 Fl. 2 Kl. 2 Ps. Vl. Vla. Vc. (elektr. verst. ad lib).
Uraufführung: Neustadt an der Weinstrasse, 17.8.2008 / Dauer: 25’
TME 1154
*Partitur / Sti.

De-sero (2006)
für Streichquartett
2 Vl. Vla. Vc.
Uraufführung: Heidelberg, 3.11.2006 / Dauer: 11’
TME 0841
*Partitur / *Sti.

Der zerrissene Orpheus (2006)
für Harfe und Ensemble
Hf.
1. 0. 1. 1. / 1. 0. 0. 0. / 2 Schlzg. / 1. 1. 1. 1. 0.
Uraufführung: Leipzig, 11.11.2006 / Dauer: 11’
TME 0845
*Partitur / Sti.

Desertum (2007)
für Orchester
2. 2. 2. 2. / 4. 2. 3. 1. / 2 Schlzg. Hf. / 12. 10. 8. 6. 4.
Dauer: 14’
TME 0880
*Partitur / Sti.

Desertum (2003/07)
für Flöte und Klavier
Fl. Klav.
Uraufführung: Karlsruhe, 16.5.2003 / Dauer: 10’
TME 0881
*Partitur

Die Religion der Liebe (2011)
für Gesang und Blockflöte
Text: Ibn Arabi (13 Jh.)
T/Ct. Blfl.
Uraufführung: 10.2.2012, Feschel (CH) / Dauer: 12’
TME 3473 Part

gurêz [Flucht] (2002)
Fuga per quattro flauti dolci
Sblfl. Ablfl. Tblfl. Bblfl.
Uraufführung: Amsterdam, Oktober 2002 / Dauer: 5’
TME 0789
*Partitur / *Sti.

piš-raw (Ikaros) (2006)
für Orchester
2. Picc. 2. Eh. 2. Bkl. 2. Kfg. / 4. 3. 3. 1. / Hf. 3 Schlzg. / 12. 10. 8. 6. 4.
Uraufführung: Saarbrücken, 6.10.2006 / Dauer: 18’
TME 0842
*Partitur / Sti.

Rose und Nachtigall (2005)
für Tenorblockflöte und Schlagzeug
Tblfl. Schlzg.
Dauer: 7’
TME 0796
*Spiel-P.

„Sieh, ich starb als Stein...” (2002)
Zwei Lieder für Mezzosopran, Flöte, Klarinette, Trompete und Schlagzeug
I. Az gamadi mordam...; II. „Sieh’, ich starb als Stein...”
auf ein Gedicht aus dem Masnawi von Maulana Dschalal-ud-din Rumi (1207-1273), persisch und in deutscher Übertragung von Friedrich Rückert
Ms. Fl. Kl. Tr. Schlzg.
Uraufführung: Karlsruhe, 30.1.2003 / Dauer: 9’
TME 0787
*Partitur / Sti.

Taroq (2010/11)
für großes Orchester
2. Picc. 2. Eh. 2. Bkl. 2. Kfg. / 4. 2. Tps. 2 Tbps. 1. /  3 Schlzg. Hf. / 12. 10. 8. 6. 4.
Uraufführung: 10.2.2012, Stuttgart / Dauer: 17’
TME 3140 Part.* Sti.


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Komponisten M-Z Zeitgenössische Musik

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