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G. Ricordi & Co. München
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Der Rob. Forberg Musikverlag wurde am 1862 von August Robert Forberg (1833-1880) in Leipzig zunächst als Buch- und Musikalienhandlung gegründet. Ein entscheidender Schritt hin zur Entwicklung eines international bekannten Verlagshauses bildete die Übernahme zahlreicher Kommissionsvertretungen ausländischer Firmen, darunter Choudens in Paris, Fr. S. Urbanek in Prag, John Benjamin in Hamburg, Gorbunow in Charkow und besonders Jurgenson in Moskau.
Nach dem Tod des Gründers übernahm der Sohn Robert Max Forberg (1850-1920) das Geschäft, zunächst als Teilhaber, 1888 dann als alleiniger Inhaber. Schon 1908 umfasste der Verlagskatalog über 6000 Titel, darunter Werke beliebter Autoren wie Mendelssohn, Rheinberger, d’Albert und Strauss.
Prägend für die Verlagsausrichtung wurde das Engagement Forbergs für das Werk russischer Komponisten, zunächst ebenfalls im Kommissionsgeschäft. 1882 hatte der Moskauer Musikverleger und Entdecker Tschaikowskys, P. J. Jurgenson, im Hause Forberg in Leipzig eine Filiale gegründet. In der Folgezeit gingen von der Leipziger Dependance maßgebliche Impulse zur westeuropäischen Rezeption der Werke Tschaikowskys, aber auch Arenskys, Tscherepnins, Balakirews u.a. aus. Werke wie das „Klavierkonzert Nr. 1” von Prokofjew, „Les Roi des Ètoiles” von Strawinsky, zahlreiche Klavierwerke von Glière sowie Rimski-Korsakows „Der goldene Hahn” sind bis heute Glanzlichter des Verlagskatalogs.
Durch die engen Kontakte zu P. J. Jurgenson und seine Söhne wurde Forberg zum Rechtsnachfolger der Filiale bestimmt und übernahm sie 1917 im Zuge der politischen Verhältnisse in Russland vollständig.
Nach dem Tod Max Roberts 1920 führte seine Frau das Geschäft weiter, gab aber bald die Leitung des Verlags an ihren Neffen Horst von Roebel weiter. Er wandte sich dem eigentlichen Verlagsgeschäft zu und gab das Kommissionsgeschäft in den 1930er Jahren an den Hofmeister Verlag ab. Das bisher rein klassische Programm wurde nun auch durch gehobene Unterhaltungsmusik, wie Werke des Komponisten Ernst Fischer, ergänzt.
Einschneidend wirkte die Bombennacht im September 1943, die den Verlag völlig zerstörte und damit zahlreiche Werke und Korrespondenzen, u.a. mit Tschaikowsky, unwiederbringlich vernichtete. 1947 genehmigte die russische Militäradministration die Wiederaufnahme des Verlagsgeschäfts, dessen Sitz 1950 nach Bonn verlegt wurde.
1957 wurde Helga Schütze (1926-2005), später von Roebel, Teilhaberin des Verlagsgeschäftes. Ihrem Sohn, Joachim von Roebel (1945-2004), gelang es durch persönliche Beziehungen zum Gründer der Tschaikowsky Foundation in New York, Peter March, die Alleinvertretung der Foundation und damit vor allem zahlreicher Ballette Tschaikowskys in Europa zu erhalten. Der Jurgenson-Tradition folgend, wurde das osteuropäische Programm weiter ausgebaut. Im Laufe der Jahre kamen Komponisten wie Koussevitzky, Kapustin und Ziev hinzu.
Daneben erweiterte Joachim von Roebel den Katalog um Schul- und Etüdenwerke (Fagottschule von Julius Weißenborn, Improvisationslehrgang für Kirchenmusiker, hrsg. von Günther Berger) sowie um Kammermusikausgaben, die von aufführungspraktischen Gesichtspunkten geleitet wurden, wie z. B. die „Pan-Sammlung” Oskar Fischers und die Barock-Reihe Richard Lauschmanns. Einen weiterer Schwerpunkt bildeten Orgelwerke, von Originalliteratur (Rheinberger, Rinck, Hasse u.a.) bis hin zu Bearbeitungen beliebter Werke von Joachim Dorfmüller.
Nach dem Tod des Verlegers im September 2004 führte seine Frau das Verlagsgeschäft einschließlich der beiden im Laufe der Zeit dazugekommenen Verlage Max Brockhaus (1976) und Mannheimer Musikverlag (1982) bis Dezember 2005 weiter.