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Annette Schlünz

Biografie

*23.9.1964 Dessau

Ausbildung in der Kinderkomponistenklasse Halle seit 1976, Blockflöte, Oboe, Klavier in der Musikschule Dessau
1983-87 Kompositionsstudium bei Udo Zimmermann an der Dresdner Musikhochschule (und Staatsexamen Klavier), Dirigierstudium, Arbeit im elektronischen Studio Dresden sowie 1988-91 Meisterschülerin Komposition bei Paul-Heinz Dittrich an der Akademie der Künste Berlin
1987-92 musikwiss. Mitarbeit im Dresdner Zentrum für zeitgenössische Musik, seit 1992 Realisierung von länderübergreifenden Projekten
1987-1992 Lehrauftrag für Tonsatz/Gehörbildung an der Hochschule für Musik Dresden
1991 Uraufführung der Kammeroper Matka (1987/88) in der Oper Leipzig
1994 Mitbegründerin der „Compagnie de Quatre” Frankreich – Deutschland
1995 Dozentin für Komposition beim Brandenburgischen Kolloquium für Neue Musik
1996 Südamerika-Tournee in Zusammenarbeit mit den Goethe-Instituten, Einladungen auch nach Madrid (1995), Marseille und Riga (1997), Kopenhagen (1999), Chicago (2000) und Sofia (2003), Warschau (2004)
1996 UA der Kinderoper Un jour d’été in Abbeville, Auftragswerk des Conservatoire (Libr. : Pierre Garnier)
1997 Auswahl für das Forum des Ensemble Modern, Frankfurt mit Tout est rêver (1992)
1998 erscheint in der Edition zeitgenössische Musik des Deutschen Musikrates eine Portrait-CD bei Wergo.
Uraufführung der eigens für den Deutschen Pavillon der EXPO 2000 komponierten Kammeroper TagNachtTraumstaub (Libretto : U.Schuster, M. Roth, Objekte: Daniel Depoutot, Regie : Helfrid Foron)
2001 Auftrag des Europäischen Musikmonats Basel: das – das – das andere ufer, Musik zum Übersetzen auf den Rheinfähren in Basel mit einer Installation von Thierry Aué, mit dem Annette Schlünz seit 1999 bei verschiedenen Klang- und Videoinstallationen zusammenarbeitete (Rom, Heidelberg, Strasbourg, Sofia 2003).
Master-classes für Komposition in Hanoi/Vietnam auf Einladung des Goethe-Institutes
2002 UA des Orchesterstückes doch dir darin, Auftragswerk der Musica Viva München unter Leitung von S. Cambreling
2002 auch ameisen wären gern vögel (Text: Draesner, Schuster) Musikaktion für 5 Solisen und 90 Choristen für das Industriegelände Hard/Wülflingen/CH
2003 UA von quelle also, live-Aktion zur Klang- und Videoinstallation mit Karine Vonna auf der Höge
seit 2003 Vorsitzende des Fördervereins der Komponistenklasse Halle/Dresden, Dozentin für Komposition in den Ferienkursen der Klasse
2004 Auftrag des Französischen Kulturministeriums für das Musiktheater Lichtpause mit dem Ensemble ALEPH
2005 und 2007 Residence im GRAME Lyon, Zusammenarbeit mit Christophe Lebreton für blaulaub (Auftrag Musica Viva München für Blockflöte, Koto, Orchester und live-Elektronik), UA Juli 2008 mit Jeremias Schwarzer, Makiko Goto, Orchester des BR München, GRAME Lyon, Leitung Peter Rundel
2005/2007 Dozentin beim Bundeswettbewerb „Jugend komponiert” der JM in der Musikakademie Weikersheim
seit 2007 Kompositionsdozentin beim Festival musicalta Rouffach/F
2007 Rossignol, „lecture en scène” von Stravinskys Stück mit Schülern der St. Aurélie-Schule Strasbourg an der Opéra National du Rhin Strasbourg, Aktionsoper für Kinder mit Objekten von Daniel Depoutot, Libretto AS mit Texten von Pierre Garnier
Jurymitglied internationaler und nationaler Kompositionswettbewerbe
Seit 2010 wurde Annette Schlünz als ordentliches Mitglied in die Sächsische Akademie der Künste gewählt.

Annette Schlünz ist Mutter zweier Töchter und lebt in Kehl.

Preise und Stipendien

1990 Hanns-Eisler-Preis des Deutschlandsenders Berlin für Streichtrio
1994/2002/04 Arbeitsstipendien des elektro-akustischen Studios der AdK Berlin
1998 Heidelberger Künstlerinnen-Preis
1999 Stipendiatin der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom
2000 Stipendiatin der Akademie Schloß Solitude Stuttgart
2000 Stipendiatin der Kulturstiftung Rhein-Neckar-Kreis/Dilsberg
2002 Preisträgerin im 2. internationalen Forum des französischen Ensembles mit aufgelöst (verschlungen), CD- Produktion und Aufführungen auf verschiedenen Festivals wie Alicante/Spanien, MANCA/Nizza, im Théâtre Dunois Paris, Darmstadt
2003 Stipendiatin des Künstlerinnenhofes "Die Höge" (bei Bremen)
2006 Stipendiatin auf dem Künstlerhof Schreyahn

Auftragswerke und Aufführungen in Europa, Asien, Amerika: MUSICA Strasbourg, Présences Paris, Ysbreker Amsterdam, Bonner Herbst, Festival Odense/DK, Women in Music Chicago, GMEM Marseille, Musica Viva, Klangaktionen und Biennale München, Biennale und Festwochen Berlin, Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik, Oper Leipzig (Oper Matka 1991), Expo 2000 Hannover (Eröffnung des deutschen Pavillons mit der Oper TagNachtTraumstaub), Cuc Phuong Nationalpark Vietnam, Rhizome Rennes, Warschauer Herbst, SWR, Wittener Tage, Biennale Lyon, Deutschlandradio Berlin, TageAusKunst Österreich, Musikfestivals Jakarta, Sao Paolo, Perpignan, Rom…

Kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Ensembles Aleph, Aventure, Festivalensemble Heidelberg, KNM, mosaik, Neue Flötentöne, oh ton-ensemble, Percussions de Strasbourg, Phorminx, Triolog und zahlreichen Solisten wie Matthias Badzcong, Georg Glasl, Makiko Goto, Maria Husmann, Margit Kern, Carin Levine, Christine Paté, Jeremias Schwarzer, Isolde Siebert, Olaf Tzschoppe, Michael Vogt, Kai Wessel, Lenka Zupkova...

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