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G. Ricordi & Co.

Neue Adresse seit 16.8.2013:
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Unsere Verkaufsausgaben erhalten Sie im Musikalien- und Buchhandel oder in unserem Webshop unter ricordi.cz – und bei:

De Haske Deutschland GmbH
Bestell-Hotline:
0800 334 27 53
Email: info@dehaske.ch

Für Informationen zu den zeitgenössischen Komponisten bei Ricordi klicken Sie bitte hier.

Giacomo Meyerbeer Werkausgabe

Editorial

Die Meyerbeer Werkausgabe wird geplant als historisch-kritische Werkausgabe. Wegen der besonderen Quellenlage und der Verluste, die während des zweiten Weltkriegs an den Quellen in Meyerbeers Nachlaß entstanden sind, ist es zur Zeit nicht möglich, eine Meyerbeer Gesamtausgabe in Angriff zu nehmen. Im Zentrum stehen die Bühnenwerke Meyerbeers.

Die Kompositionen Meyerbeers werden vorgelegt in Ausgaben, die einerseits allen Ansprüchen moderner Philologie gerecht werden und andererseits den Anforderungen der Aufführungspraxis genügen. Für die Wissenschaft soll mit der Meyerbeer Werkausgabe das musikalische Schaffen Meyerbeers erschlossen werden.

Meyerbeers Briefwechsel und Tagebücher erscheinen weiterhin im de Gruyter-Verlag Berlin. In Zusammenarbeit mit der Meyerbeer Werkausgabe und der Ausgabe der Briefe und Tagebücher soll die Vorbereitung für ein Meyerbeer Werkverzeichnis in Angriff genommen werden. Die Mitarbeiter an der Werkausgabe, an der Ausgabe der Briefe und Tagebücher und am Werkverzeichnis stehen miteinander in Kontakt.

Der wissenschaftlich erarbeitete Text der Meyerbeer-Ausgabe bildet die Basis dafür, die Werke Meyerbeers auf der Bühne und im Konzertsaal wieder zur Diskussion zu stellen.


Warum eine neue Meyerbeer-Edition?

Nach der aufsehenerregenden Uraufführung von Robert le Diable (1831) an der Pariser Opéra faßte Jean François Le Sueur, selbst Opernkomponist und Lehrer von Hector Berlioz, den Eindruck einer künstlerischen Epochenwende, die das neue Werk bei Publikum und Kritik allenthalben hervorrief, in eine bündige Formulierung: Das Zeitalter einer dem Vergnügen und dem Genuß gewidmeten Musik sei nun vorüber, ein neues Zeitalter der Kraft, Energie und menschlichen Reife habe für die Musik begonnen. Wenige Jahre später, nach dem Erscheinen von Meyerbeers nächster Oper Les Huguenots (1836), griff Heinrich Heine diesen Gedanken erneut auf, indem er im Einklang mit den führenden europäischen Kritikern dem Komponisten bescheinigte, er schaffe gesellschaftlich moderne Musik, in der eine im geistigen Umbruch begriffene Menschheit ihre Hoffnungen und Wünsche wiedererkenne, und wenig später begründete der junge Richard Wagner die opernhistorische Rolle Meyerbeers mit ebendieser ideellen Dimension seiner Musik: Meyerbeer schrieb Weltgeschichte, Geschichte der Herzen und Empfindungen, er zerschlug die Schranken der Nationalvorurteile, vernichtete die beengenden Grenzen der Sprachidiome, er schrieb Taten der Musik. Meyerbeer wurde zur musikdramatischen Leitfigur Europas, zum Neuerer und Anreger schlechthin. Er blieb es bis zum Ende des Jahrhunderts. Kein Opernkomponist konnte sich seinem Einfluß entziehen, mochte er Verdi, Wagner, Puccini oder Strauss heißen.

Heute hat sich dies geändert. Eine vom Gedanken der Nation her urteilende Musikgeschichtsschreibung hat das Œuvre dieses erklärten Kosmopoliten unter den Komponisten ins historische Abseits gerückt. Auch sind die diffamierenden Angriffe auf Meyerbeer und sein Werk, die schon zu seinen Lebzeiten einsetzten und häufig antisemitisch geprägt waren, nicht ohne Folgen geblieben. Meyerbeer ist heute zwar keineswegs vergessen: Seine Opern werden noch, wenn auch selten, aufgeführt, einzelne Arien und Szenen sind nach wie vor bekannt und beliebt. Insgesamt jedoch ist Meyerbeer für ein breiteres Publikum kaum mehr als ein bloßer Name der Operngeschichte.

Ein anderes Bild ergibt sich aus der Sicht der Musik- und Theaterwissenschaft: Hier hat in letzter Zeit die Meyerbeer-Forschung einen enormen Aufschwung genommen und die überragende operngeschichtliche Rolle dieses Komponisten erneut ins Bewußtsein gerückt. Dabei ist die überlieferte Werkgestalt von Meyerbeers Opern selbst mehr und mehr zum Problem geworden, haben doch die Untersuchungen der Quellen komplizierte Entstehungsprozesse aufgedeckt, deren Verlauf ebenso durch konzeptionelle Änderungen wie durch wechselnde Aufführungsbedingungen bestimmt wurde. Von daher erscheinen die gedruckten Partituren und Klavierauszüge als unvollständig, unzuverlässig und damit unbrauchbar. So sind den Theatern, die die Werke Meyerbeers sehr gerne aufführen würden, weitgehend die Hände gebunden.

Eine historisch-kritische Werkausgabe ist mithin dringend erforderlich. Nur dann kann auch das Opernpublikum den richtigen Meyerbeer wiederentdecken.


Editionsplan

Abteilung I: Bühnenwerke

Jephtas Gelübde
Wirt und Gast oder Aus Scherz Ernst
Romilda e Costanza
Semiramide riconosciuta
Emma di Resburgo
Margherita dAnjou
L'esule di Granata
Ein Feldlager in Schlesien
Il crociato in Egitto
Robert le Diable (erschienen)
Les Huguenots
Le Prophète (erschienen)
L'Etoile du nord
Le Pardon de Ploërmel / Dinorah
L’Africaine

Opernpläne und Opernfragmente:
Gli amori di Teolinda
Struensee

Abteilung II: Geistliche und weltliche Vokalwerke

Gott und die Natur (erschienen)
Chöre a cappella / mit Klavierbegleitung
Chöre mit Orchesterbegleitung
Mehrstimmige Sologesänge
Lieder

Abteilung III: Instrumentalwerke

Fackeltänze / Märsche
Kammermusik

Als erste Werke erscheinen:

Robert le Diable (erschienen)
Le Prophète (erschienen)
Gli amori di Teolinda
Les Huguenots
Gott und die Natur


Subskription

Ausstattung der Bände

Format: 24,5 cm x 34,5 cm (Folio)
Einband: Ganzleinen
Papier: Bio-Offset

Die Meyerbeer Werkausgabe umfasst Partiturbände, Kritische Berichte und Klavierauszüge. Sie ist erhältlich zum Gesamtsubskriptionspreis. Alle Bände sind auch außerhalb der Subskription zum Einzelverkaufspreis zu beziehen.

In der Subskription beträgt der Preis für Partituren und Kritische Berichte pro Bogen (16 Seiten) 14,00 EUR. Der Preis der Klavierauszüge beträgt pro Bogen (16 Seiten) 10,00 EUR. Eine separate Subskription der Klavierauszüge ist möglich.

Der Subskriptionspreis liegt 15% unter dem endgültigen Einzelverkaufspreis. Sollten sich die allgemeine Wirtschaftslage und damit die Herstellungskosten erheblich ändern, bleibt eine entsprechende Preiskorrektur vorbehalten.

Bedingungen

Die Gesamtsubskription verpflichtet zur Abnahme aller Partiturbände, Kritischen Berichte und Klavierauszüge. Die separate Subskription verpflichtet zur Abnahme aller Klavierauszüge.

Bestellunterlagen für die Subskription der Meyerbeer-Gesamtausgabe finden Sie hier. Drucken Sie das Formular (pdf) bitte aus und senden es ausgefüllt und mit beiden Unterschriften versehen an:

G. Ricordi & Co. Bühnen- und Musikverlag GmbH
Baumkirchner Str. 53a
D-81673 München

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Editionsleitung

Jürgen Selk, Generalherausgeber
Sieghart Döhring
Peter Kaiser
Wolfgang Kühnhold
Reinhold Quandt

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