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Hans Wüthrich

Hans Wuethrich by Claire Niggli
Foto: Claire Niggli

Biografie

*3.8.1937 Aeschi / Schweiz

Hans Wüthrich entstammt einer Bauernfamilie und kam erst im Alter von 16 Jahren intensiv mit Musik in Berührung. Er absolvierte das Lehrerseminar Muristalden in Bern (1952–56), studierte anschließend am Konservatorium Bern bei Sava Savoff (Klavier) sowie Sándor Veress (Musiktheorie) und schloss 1962 mit dem Klavierdiplom ab.

Wichtige Impulse erhielt er von Klaus Huber, bei dem er 1968 bis 1972 Kompositionsunterricht nahm, zuerst in Basel, später in Freiburg/Br. An Huber imponierte ihm vor allem die kompromisslose Haltung, „den Dingen auf den Grund zu gehen, bis an äußerste geistige Grenzen” (1988). Parallel dazu studierte Wüthrich an der Universität Zürich Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft, Philosophie und Musikwissenschaft. 1973 schloss er mit der Promotion über „Das Konsonantensystem der deutschen Hochsprache” ab.

1974 gründete er das Ensemble "mixt media basel", das sich besonders Werken im Zwischenbereich von Musik und Theater widmet.

Von 1971 bis 1985 war er Lehrbeauftragter für Sprachwissenschaft an den Universitäten Zürich und Basel, von 1985 bis 2002 Dozent für Musiktheorie, Analyse und Gehörbildung an der Musikhochschule Winterthur-Zürich.

Seit 2002 ist er freischaffend. Er lebt in Arlesheim (CH) und Murg-Oberdorf (DE).

Preise:

Kompositionspreis der Stadt Zürich 1972.

Kompositionspreise an den "Internationalen Kompositionswettbewerben Boswil" 1974, 1976, 1978.

Grand Prix Paul Gilson de la "Communauté radiophonique des programmes de la langue française" 1984.

Spartenpreis für Musik des Kantons Basel-Landschaft 1991.

Der Schweizerische Tonkünstlerverein verlieh Hans Wüthrich den Kompositionspreis Marguerite Staehelin 2011. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Tonkünstlerfests am 1. Oktober in Fribourg statt.


Werke

Wüthrich, Hans

Annäherungen an Gegenwart (1986/87)
für Streichquartett
Uraufführung: 1987, Basel / Dauer: 18'
MMV 5368 Partitur / Sti. / *Stud.-P.

Das Glashaus (1974-75)
für sechs Sprecher, Sopran, Schlagzeug und Tonband
6 Spr. S. Schlzg. Tonb.
Uraufführung: 1977, Basel / Dauer: 23'
MMV 5376 *Partitur / Sti. / Tontr.

Netz-Werk I (1983/84)
für großes Orchester ohne Dirigenten
4. 3. 4. 4. / 4. 3. 4. 1. / Hf. 4 Schlzg. / 18. 0. 6. 6. 6.
Uraufführung: 1988, Zürich / Dauer: 12'
MMV 5369 Partitur / Sti. / *Stud.-P.

Netz-Werk II (1984/85)
für großes Orchester ohne Dirigenten
4. 2. 4. 2. / 2. 4. 1. 0. / 7. 0. 4. 4. 4.
Uraufführung: 1988, Zürich / Dauer: 10'
MMV 5370 Partitur / Sti. / *Stud.-P.

Netz-Werk III (1987/89)
für großes Orchester ohne Dirigenten
3. 2. 2. 2. / 4. 2. 2. 1. / Hf. 4 Schlzg. / 18. 0. 5. 6. 4.
Uraufführung: 1989, Basel / Dauer: 25'
MMV 5454 Partitur / Sti. / Stud.-P.

Werke TME

Wüthrich, Hans

Ah! Vous voilà! (Szene 4 aus „HAPPY HOUR. Zyklus”) (1994-97)
für zwei Frauen und zwei Männer (vier Figuren aus Theaterstücken der klassischen französischen Moderne)
Jean Anouilh, Jean-Paul Sartre, Henri de Montherlant
4 Sch/St..
Uraufführung: Basel, (1998) / Dauer: 10’
TME 0913
*Stud.-P. / Sti.

Arie (1978)
zum Selbstbildnis von Leonardo da Vinci
für Singstimme und Melodieinstrument
Hans Wüthrich
St. Fl (od. Ob. od. Kl).
Uraufführung: Donaueschingen, (1978) / Dauer: 2’
TME 1144
*Partitur

Chopin im TGV Basel-Paris, die Sonne betrachtend (1989)
für Flöte, Violine und Klavier
Fl. Vl. Klav.
Uraufführung: Basel, (1990) / Dauer: 6’
TME 3005
*Spiel-P.

Die singende Schnecke [The Singing Snail] (1979)
Ein Konzept [A Concept]. Anweisungen zum imaginären Hören.
I. Das Vorgegebene [The Actuality]; II. Das projizierende Hören [Projective Hearing]; III. Beispiele für verbale Anweisungen [Examples for Verbal Instructions]
Hans Wüthrich (dt., engl.)
ISBN 978-3-937087-00-9
Uraufführung: Zürich, (1979) / Dauer: 99’
TME 0602
*Broschüre

Drei psychophysikalische Symbole (2002/03)
für zwei Gitarren
I. Bierbläschen in schmalem Glas; II. Nervenblitze; III. fractal fatal
2 Git.
Uraufführung: Baden, (CH) 29.12.2004 /Dauer: 9’
TME 0672
*Spiel-P.

Estelle + D. R. (Szene 7 aus „HAPPY HOUR. Zyklus”) (1994-97)
für zwei pendelnde lebensgroße Puppen, einen Frauen- und einen Männermantel, eine Frauentasche, einen Männerkoffer und Kassettengeräte
6 AssistentInnen (Puppen. Requisiten). Kassrec.
Uraufführung: Basel, (1998) / Dauer: 7’
TME 0906
*Stud.-P. / Sti.

Glühende Übergänge in Rot, Orange und leuchtendem Blau (1998/99)
für Vokalensemble und zwei Keyboards (oder Zuspiel-CD)
3 S. 3. A. 3 T. 3 B. / 2 Key (od. Zuspiel-CD).
Uraufführung: Basel, 21.1.2000 / Dauer: 14’
TME 0439
Partitur / Sti. / *Stud.-P.

Happy Hour. Szene (Szene 8 aus „HAPPY HOUR. Zyklus”) (1995/96)
elf SängerInnen/SprecherInnen, einen Kellner und einen Schlagzeuger
Hans Wüthrich
11 Frst/Mst (Partygäste). Sch (Kellner). Schlzg (Barkeeper)
Uraufführung: Basel, (1998) / Dauer: 20’
TME 0903
*Stud.-P. / *Spiel-P. / Sti.

HAPPY HOUR. Zyklus (1994-97)
Musiktheater für zwölf SängerInnen/SprecherInnen, zwei Keyboards, Schlagzeug und Objekte
siehe einzelne Szenen
12 Frst/Mst.
2 Key. Schlzg. Objekte.
Acht Szenen, auch einzeln aufführbar, siehe jeweils dort.
Uraufführung: Basel, (1998) / Dauer: 60’
TME 0914
*Partitur / Sti.

L’Être et le néant (Szene 5 aus „HAPPY HOUR: Zyklus”) (1994-97)
für drei Hühner, BetreuerIn und Violine
3 Hühner. Betreuerin. Vl.
Uraufführung: Basel, (1998) / Dauer: 7’
TME 0904
*Stud.-P. / Sti.

LEVE (1992)
16 Szenen mit drei Frauen, drei Männern und Objekten
Fernando Pessoa, Hans Wüthrich
S. Ms. A. T. 2 Sch.
Helfer I, II, III (Statisten), 2-3 TechnikerInnen
Uraufführung: Basel, (1993) / Dauer: 40’
TME 0901
*Partitur

O me nura (Szene 6 aus „HAPPY HOUR. Zyklus”) (1994-97)
acht SängerInnen, zwei Assistenten, zwei Keyboards (od. Zuspiel.CD), lebensgroße Puppen und Kassettengeräte in einem dunklen Bild mit dunkler Musik
2 S. 2 A. 2 T. 2 B.
2 Assistenten (2 Key (od. Zuspiel-CD). Puppen. Kass).
Uraufführung: Basel, (1998) / Dauer: 5’
TME 0908
*Stud.-P. / Sti.

O miseria umana (Szene 1 aus „HAPPY HOUR. Zyklus”) (1994-97)
für Vokalensemble, zwei Keyboards, Objekte und Assistenten
Leonardo da Vinci
2 S. 2 A. 2 T. 2 B.
2 Key. 2 Assistenten (Schlzg. Objekte).
Inszenierung der Federzeichnung von Leonardo da Vinci „Ihr elenden Menschen, wie vieler Dinge wegen macht ihr euch dem Geld zum Sklaven!”
Uraufführung: Basel, (1998) / Dauer: 8’
TME 0905
*Stud.-P. / Sti.

Orte der Zeit 1 (Szene 2 aus „HAPPY HOUR. Zyklus”) (1994-97)
für drei SchauspielerInnen/SängerInnen, rückwärts gehend und rückwärts ein Gedicht rezitierend
3 Sch/St.
Uraufführung: Basel, (1998) / Dauer: 5’
TME 0909
*Stud.-P. / Sti.

Orte der Zeit 2 (ex libris) (Szene 3 aus „HAPPY HOUR. Zyklus”) (1994-97)
für SchauspielerInnen, Tischchen und uralte Bücher, die „leise” atmen
1 - n Sch.
Uraufführung: Basel, (1998) / Dauer: 5’
TME 0907
*Stud.-P. / Sti.

Requiem für Gulliver (1972/73)
für Orchester, vier Singstimmen und Tonband
Hans Wüthrich
S. A. T. Bar.
Tonb.
Uraufführung: Basel, (1973) / Dauer: 13’
TME 0673
Partitur / Sti.

Sky, Seated Man / Seated Woman, Train, Garden-Pool. Cut. (1993)
Sechs Chiffren für acht Solostimmen und zwei Keyboards ad lib.
8 St.
2 Key (ad lib).
Uraufführung: Rümlingen, (1994) / Dauer: 2’
TME 3007
*Spiel-P.

Walser Arabien (2002)
für Sopran/Mezzosopran und Klavier
Robert Walser
S (Ms). Klav.
Uraufführung: Zürich, (2002) / Dauer: 3’
TME 0601
*Partitur

Wörter Bilder Dinge (1989-91)
für Altstimme und Streichquartett
Artikel der Menschenrechtskonvention 1948, Hans Wüthrich
A. 2 Vl. Vla. Vc.
Uraufführung: Zürich, 23.5.1991 / Dauer: 22’
TME 3006
*Spiel-P.

Zwei Minuten gegen das Vergessen (1994)
für Klavier
Klav.
Uraufführung: Basel, (1994) / Dauer: 2’
TME 3009
*Partitur

Zwei Minuten gegen das Vergessen (1994)
Version für Streichtrio
Vl. Vla. Vc.
Uraufführung: Berlin, (1995) / Dauer: 2’
TME 3010
*Spiel-P.

Zwölf Phasen eines Cocons und fünf dynamische Kreuze (2004-06)
für zehn Instrumentalisten
Fl. Kl. Barsax. Ps. Klav. Schlzg. Vl. Vla. Vc. Kb.
Uraufführung: Rümlingen, (2006) / Dauer: 14’
TME 0810
*Partitur / Sti.


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